Tipps zur Durchführung des Sprachenlernens im Tandem

Beim Sprachenlernen im Tandem gelten das Prinzip der Gegenseitigkeit und das der Autonomie.

Beide Tandempartner sollten sich daher an die folgenden Regeln halten:

  • Die Treffen finden regelmäßig einmal pro Woche statt und dauern mindestens zwei Stunden.
  • Jede Sprache wird gleich lange gesprochen.
  • Beide Sprachen werden getrennt geübt und nicht gemischt.
  • Beide Partner sind sowohl Lerner als auch Zuhörer, Berater und Experte.
  • Beide Partner respektieren die gemeinsamen Absprachen und tragen Verantwortung für das eigene Lernen genauso wie für das des Partners.

Unterstützung bei der Planung, Durchführung, Bewusstmachung und Evaluation des Sprachenlernens im Tandem finden Sie in der Sprachlernberatung. Nutzen Sie dieses Angebot, um Ihr Lernpotential voll auszuschöpfen.

Tipps zum Sprachenlernen im Tandem

Die Tandempaare haben völlige Unabhängigkeit bei der Organisation von:

Zeit und Ort

Wählen Sie Zeit und Ort für Ihre Treffen entsprechend Ihren Lernzielen bzw. denen Ihres Tandempartners aus. 

Zielen und Inhalten

Formulieren Sie Lernziele und verfolgen Sie diese kontinuierlich. Reflektieren Sie nach jedem Treffen, ob Sie Ihren Zielen näher gekommen sind. Nutzen Sie dafür das Sitzungsprotokoll. 
Respektieren Sie die Lernziele Ihres Partners und seine Art und Weise zu lernen. Geben Sie Feedback und bitten Sie selbst darum. Beachten Sie, Sie müssen und sollen nicht den allwissenden Lehrer spielen.
Wählen Sie Inhalte, die Ihren Lernzielen entsprechen. Bitten Sie um geeignete Materialien und suchen Sie selbst ansprechende Materialien für Ihren Partner. Achten Sie bei der Wahl der Inhalte darauf, dass diese Sie wirklich interessieren und nützlich für Sie sind (z.B. offene Fragen aus Sprachkursen, sprachliche Fragen zu Projekten, fachliche Themen, interkulturelle Probleme). 

Arbeitsformen und Materialien

Es gibt viele verschieden Arbeitsformen, die dem Erreichen Ihrer Lernziele dienen. Sie können Diskussionen führen, Diktate schreiben, Gedichte lesen und lernen, Referate halten oder einfach nur Fragen stellen und beantworten. Dabei können Sie z. B. die richtige Verwendung von Redemitteln üben, gezielt grammatische Probleme beheben und den Wortschatz erweitern. Besprechen Sie die Arbeitsformen immer mit Ihrem Partner und reflektieren Sie nach jedem Treffen, ob Sie die gewählte Arbeitsform motivierend und effektiv gefunden haben. Probieren Sie immer wieder neue Formen aus. Materialien (Zeitungen, Bücher, Bilder, Filme, Kochrezepte etc.) unterstützen das gemeinsame Lernen, sie können sowohl den geeigneten Sprechanlass bieten als auch beim Einüben von sprachlichen Strukturen helfen. Nutzen Sie die Sprachlernberatung, wenn Ihnen die Ideen ausgehen sollten. 

Feedback und Korrektur

Bitten Sie um Feedback und Korrektur und geben Sie beides Ihrem Partner. Nur so können Sie sprachlich profitieren. Sie müssen nicht alles wissen, aber Sie wissen, was in Ihrer Muttersprache korrekt ist. Seien Sie positiv, loben Sie, motivieren Sie. Korrigieren Sie durch Wiederholung des Gesagten mit der korrekten Verwendung einer sprachlichen Struktur, machen Sie Ihren Partner aufmerksam auf Fehler und versuchen Sie, diese gemeinsam zu beheben. Achten Sie in den Folgetreffen darauf, ob der Partner an sich gearbeitet hat. Bitten Sie Ihren Partner darum, auch bei Ihnen darauf zu achten. Nutzen Sie die Sprachlernberatung, um mehr über die Kunst des Feedbacksgebens und die Möglichkeiten der Fehlerkorrektur zu erfahren.